Mobiler Frischemarkt startet am Dienstag, Bericht Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 09.05.2014

Der Eifeler Frischdienst bringt ab kommender Woche die Spezialitäten des Mittelgebirges nach Büttgen. Der rollende Supermarkt soll die Versorgungslücke schließen, die durch die Aufgabe der Kaiser’s-Filiale entstanden ist.
BÜTTGEN Der Landschinken ist eine Spezialität des Hauses. Wurst, Käse und Eier kommen direkt vom Bauernhof, das Getreide für Brot wird in einer Wassermühle gemahlen. Der Eifeler Frischdienst bringt ab kommenden Dienstag (13. Mai) die Spezialitäten des Mittelgebirges nach Büttgen und soll damit die Versorgungslücke schließen, die durch die Aufgabe der Kaiser’s-Filiale im Ortskern vor drei Monaten entstanden ist. Von 9 bis 10 Uhr steht der Wagen auf dem Rathausplatz, anschließend tritt er eine Tour durch das Dorf mit mehreren Haltepunkten an. Drei Mitarbeiter werden am Montag in den entsprechenden Straßen von Tür zu Tür gehen, um für das Angebot persönlich und mit einem Info-Zettel zu werben.


Dass der rollende Supermarkt den rund 160 Kilometer langen Weg aus Habscheid in der Eifel nach Kaarst überhaupt antritt, ist ein Verdienst des Vereins „Lebendige Nachbarschaften“. Er kam auf die Idee, suchte einen Anbieter und gibt ihm nun die Route durch Büttgen vor. Einmal pro Woche, immer dienstags, wird er nach dem Rathausplatz außerdem die Bereiche Haydn- und Lichtenvoorderstraße, Randerather- und Vinhovenweg, Bonner- und Krefelder Straße, Hubertusstraße und Postweg anfahren. Der Anbieter selbst hatte sich vor seiner Zusage kein Bild von Büttgen gemacht. „Der Kontakt mit dem Verein war mir sofort sympathisch und ich habe gemerkt, dass er auch hinter der Sache steht“, sagt Eigentümer Friedhelm Hermes. Er vertraut auf die ihm gelieferten Informationen und wird in den kommenden Wochen sehen, welche Straßen sich lohnen und welche gegebenenfalls nicht. Für alle Kunden gibt es am ersten Verkaufstag eine Einkaufstasche gratis als kleines Geschenk.


Der Einkauf selbst regelt sich wie beim Besuch eines Wochenmarktes. Der Wagen des Frischdienstes öffnet seine Verkaufstheke, dahinter steht ein Mitarbeiter und suchte die Waren für den Kunden zusammen. Erhältlich sind ausschließlich Lebensmittel, keine Drogerieartikel und weiteres. „Es geht auch niemand gerne in eine Bäckerei und möchte direkt neben frisch gebackenem Brot den Geruch von Putzmittel haben“, sagt Friedhelm Hermes. Trotzdem hegt er die Überlegung, zukünftig auf Bestellung solche Waren mitzubringen und luftdicht verpackt vor seinen Frischwaren fernzuhalten.
Der Eifeler Frischdienst besteht seit 1991, die Fahrzeugflotte umfasst inzwischen rund 30 Wagen. Der Ursprung liegt in einem familiären Hühnerhof. Die eigenen Eier sowie das Brot eines benachbarten Bäckers wurden zunächst in Köln verkauft, schließlich kamen Obst und Wurst dazu, Gebäck, Kartoffeln, Nudeln und Getränke. Inzwischen gehören Städte im Ruhrgebiet und Luxemburg zum Liefergebiet, dass jedoch ein Verein wie im Falle von Büttgen an den Frischdienst herantritt, ist eher selten. Dieser Service hat sich im Rhein-Kreis bereits herumgesprochen und so wird der Frischdienst am 14. Mai auch die Innenstadt in Dormagen anfahren. Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann ließ sich vom Verein „Lebendige Nachbarschaften“ den Kontakt geben.


Rund 30 Fahrzeuge umfasst die Flotte des Eifeler Frischdienstes. Inzwischen gehören Städte im Ruhrgebiet und Luxemburg zum Liefergebiet.

Foto Verkaufswagen D Haas Foto Wolfgang Henry

Bericht von Stefan Reinelt, Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 09.05.2014, FOTO: WOLFGANG HENRY